Das Üben selbst ist Phase 3.
Endlich kommen wir zum Kern, denkst du dir?
O.k., dann legen wir los.

Störungen

Hast du sichergestellt, dass deine Übzeit nicht gestört wird?
Wie sieht es mit den Themen Handy, Social Media, Türklingel, Telefon, Menschen… aus?

Was steht an?
Zunächst einmal sei dir möglichst klar darüber, welche Art Übzeit zu vorhast!

Ein Übhäppchen (10 Min.), um dir Appetit aufs Üben oder auf ein bestimmtes Stück, eine bestimmte Aufgabe zu holen? Oder ein konzentriertes Arbeiten an einem anstehenden Auftritt?

Wie viel Zeit hast du zur Verfügung? Ich werde dir noch zeigen, dass eine Stunde völlig ausreicht!
Was packst du da hinein?

Übspeisekarte

Wie sieht mit anderen Worten deine Übspeisekarte aus?
Wie viel Stücke stehen darauf in welchem Umfang?
Worauf liegt der Fokus? Was ist am Schwersten? Was wiederholst du ‚nur‘?
Danach richtet sich in meiner Welt die Position, an der das Stück in meiner Übzeit steht.

Deine Übspeisekarte sollte abwechslungsreich sein! Nicht drei Nudelgerichte nacheinander…
Will sagen: Nicht dieselbe Art Stück mehrfach. Das führt zum einen zu Minderung der Konzentration, macht einfach keinen Spaß. Und es kann auch körperlich zu Problemen führen, wegen einseitiger Bewegung, das ist gleich: Belastung. Eine gute Mischung hält dich geistig fit und körperlich gesund!

Struktur der Übzeit

Das Üben selbst hat auch vier Phasen

1. Ankommen/Einspielen
2. Blöcke des konzentrierten Arbeitens an Stücken nach Einteilung A,B, oder C
3. Pausen
4. Übabschluss

1. Ankommen/Einspielen
Mental ankommen, körperlich ‚warm machen‘ wie ein Sportler. Wie geht das an deinem Instrument? Ein Stück zum Wiederholen. Oder technische Übungen. Oder?

2. Konzentriert Arbeiten in Blöcken
Das Schwerste zuerst, im Laufe der Übzeit immer weniger schwere Stücke, weil die Konzentration nachlässt.

3. Pausen
Minipausen und eine größere (5 Min.) in der Mitte.

4. Übabschluss
Gern vernachlässigt, aber super wichtig: Ein Erfolgserlebnis schaffen für ein gerne-wieder-Üben: Ein Stück an dem du Teile gearbeitet hast im Zusammenhang spielen. Etwas wiederholen, was schon ganz gut klappt.

Du möchtest wissen, wie du eine Zeitstunde perfekt nutzen kannst zum Üben?
Komm doch in meine Facebook-Gruppe. Dort findest du die Datei….

Buchführung und Resonanz
Hast du ein Übbuch, Übtagebuch oder integrierst du deine Notizen in ein anderes (vielleicht auch digitales) System, was du schon hast?

Warum denn das???

Man denkt doch immer: „Ich hab nichts geschafft!“ Wenn du Stichpunkte notierst, siehst du, was du geschafft hast. Zudem kannst du mit Smileys, einem Ampelsystem (Rot, Orange, Gelb, Grün) notieren, was gut oder weniger gut geklappt hat. Auf längere Sicht lässt sich da mitunter ein System erkennen und du kannst nachjustieren.

  • Und du hast einen Platz um zu notieren, was dir so einfällt:
  • Welches Stück du immer schon mal üben wolltest.
  • Was du in der nächsten Übzeit arbeiten willst.
  • Was dir sonst in den Sinn kommt und festgehalten wird, um deine Konzentration nicht zu stören.
  • Du bist dann gleichzeitig schon in den Themen Resonanz und Reflexion drin, super!

Resonanz ist deine wichtigste Ressource beim Üben
Wie fühlt du dich körperlich?
Wie geht es dir mental?
Ist mit der Beziehung zum Instrument alles in Ordnung?
Bist du drin im Stück? Mitunter stellst du fest, dass es dir nicht liegt und du kannst entscheiden deine Übzeit nicht weiter damit zu verbringen.

Welche spannenden Entdeckungen hast du beim Üben schon gemacht?
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