Im Oktober ist unser Monatsthema das Ordnungs-Schloss.
Denkst du: “Was meint sie denn jetzt damit???”

„Ordnung ist Wertschätzung für mich.“
Diesen Satz habe ich bei Maria Husch gelernt.

Ordnung ist für jeden Menschen ein Dauerbrenner-Thema, aber eben auch ein unangenehmes…
Wirklich?

Beim Überlegen nach Örtlichkeiten zum Übkreislauf kam ich auf das Ordnungs-Schloss:
Das Schloss als schönes Gebäude, in dem es sich herrlich leben lässt, mit großem Garten drumherum. Aber auch in einem Schloss wird es unaufgeräumte Zimmer, Abstellkammer u.ä. geben.
In einem Schloss gibt es ebenso öffentliche Räume und Privatgemächer. Gut, es gibt eigentlich auch Bedienstete, habe ich jetzt nicht… 😉 Dort findet Leben, auch und gerade mit anderen Menschen statt, Musik und Kunst sind dort zuhause – das verbinde ich mit dem Ordnungsschloss, und du?

Heute kümmern wir uns zunächst um das Hauptproblem, das immer wieder benannt wird:
„Ich habe keine Zeit zum Üben!“

Hier sind wir ganz praktisch im Bereich Zeitplanung.
Der aussichtsreichste Zeithorizont für solche Themen ist meiner Meinung nach die Wochenplanung.

Wie ist das bei dir? Ist die meiste Zeit schon verplant durch deinen Beruf?
Hast du dort feste oder nur geringfügig verschiebbare Zeiten?
Liegen andere feste Termine?
Oder ‚musst‘ du alles allein planen, weil du z.B. selbstständig bist, freiberuflich arbeitest
oder in einem Beruf mit vielen freien Zeitblöcken, wie auch bei Kirchenmusikern…

Wie du vielleicht weißt, arbeite ich hauptsächlich als Musikschullehrerin und -Leiterin,
in der Schulzeit habe ich also gewisse Vorgaben, in den Ferien hingegen viel Zeit zur ‚freien‘ Verfügung.

Ich habe in der Wochenplanung ein Grundgerüst für alle meine vier Aufgabenbereiche (neben dem eigenen Unterricht und der Musikschulleitung noch Übmentor und Deschmusik mit Verlag, Konzerten …). Aber irgendwie funktionierte das nur teilweise für mich.

Letzte Woche habe ich bei Claudia Kauscheder vom Abenteuer Homeoffice eine Challenge mit gemacht, wo eine Tagesaufgabe die Wochenplanung war. Ich kam darauf, mir auch ein sichtbares System zu schaffen. Denn ich arbeite ohnehin gemischt analog (Kalender, Bullet Journal, handschriftliche Notizen, Journaling…) und digital (Trello – Homepages in WordPress, Shop Elopage, Facebook-Gruppen usw. sind ja ohnehin im Internet). Ich hatte den Eindruck, dass ich mitunter zuviel in die Tage versuche hineinzuquetschen und zum andern keine festen Blöcke für Marketing, Inhalte erstellen u.v.m. habe, die mit einem entstehenden Onlinebusiness zu tun haben. So kam ich zu einem einfachen Din-A-4-Wochenplan mit kleinen beschrifteten Elementen, die ich mit Washitape immer auf- und rückstandsfrei wieder abnehmen kann.

Beim Füllen der Woche merkte ich schnell, dass es gut wäre auch die nächste Woche im Blick zu haben, also entstand ein zweiter Plan. Nun habe ich fast eine Woche damit gearbeitet, Ergebnisse:

Klasse! Das hängt dort, wo ich mich arbeitsmäßig am meisten aufhalte, ich habe es immer im Blick.

Ich habe definitiv mehr geschafft. Zusammen mit meinem Fokus-Board, zu dem ich gehe und den Bereich, der die nächste halbe Stunde/Stunde dran ist, platziere – einfach super.
 

Aber ja: Manche Tage sind zu voll. Manche Elemente zu entfernen (also Aufgaben, Vorhaben zu streichen) ist eine Wohltat. In einer arbeitsreichen Woche tut es gut zu sehen, welche persönlichen Freizeit-Blöcke mich erwarten. Und die Aufgaben laufen nicht weg, denn die Elemente hängen ja drumherum. Ich kann sie auch spontan einsetzen, wenn sich unerwartet zeitliche Möglichkeiten auftun oder mich die Muse küsst.

Zentral: Wann kann ich (Orgel) üben? Nächste Woche z.. nicht wie sonst am Montag, dann kann ich es Dienstag tun. Ist dann ein fester Termin!

Ich kann mir vorstellen, dass ich mit dieser haptischen und kreativen Methode gut arbeiten kann.
Die Erstellung hat mich nur eine halbe Stunde Zeit gekostet. Sicher kann man das auch optisch schöner machen, aber… Wie machst du deine Wochenplanung? Wann hast du/nimmst du dir Zeit zum Üben?

Magst du dich darüber austauschen, lesen wie es andere machen?
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Wir freuen uns auf Anregungen, Fragen…
Birgit