Hast du auch oft das Gefühl, du jonglierst mit zu viel Bällen? Du bückst dich immer wieder um herunter gefallene Bälle (also Themen, Lebens- und Arbeitsbereiche) aufzuheben und in den Kreis einzureihen?
Ein kurzes Video erklärt super, wie jonglieren funktioniert.
Man bekommt richtig Lust, es mal auszuprobieren!

Zwei wesentliche Voraussetzungen hat das Jonglieren also:
1. Es ist ein Rahmen vorgegeben.
2. Jongliert wird mit drei Bällen.
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Was bedeutet das übertragen auf das Leben, den Alltag?

Der Rahmen ist die vorgegebene Zeit, die Möglichkeiten, Deine Vision und Ziele – eben DEIN ganz persönliches Leben. Mit drei Bällen jonglieren ist schon für einen Anfänger herausfordernd, vielfach aber meinen wir mindestens zehn Bälle in der Luft halten zu können. Das geht schlichtweg nicht, denn du hast nur zwei Hände, und es gibt kein Paralleluniversum! Gern erinnere ich mich an die entsprechende Episode bei Harry Potter, aber auch dort war es mit Risiken behaftet, in einer anderen Zeit zu sein…

Was hilft?
Einen klaren Rahmen setzen! Dir klar sein über deine Rahmenbedingungen, auch wenn du sie als Grenzen empfindest, diese liebevoll akzeptieren. Vieles ist dann gar nicht mehr nötig und kann einfach gestrichen werden. Was für eine Befreiung! Du kannst dich auf das Wesentliche konzentrieren.
In deiner Planung die drei Bälle definieren. Die anderen laufen nebenbei? Oder werden von anderen jongliert (=delegieren)?

TIPP: Ich habe gute Erfahrungen gemacht mit Wochenschwerpunkten. Wenn du mich schon länger verfolgst, weißt du, dass der Zeithorizont, in dem Ausgewogenheit stattfinden kann, für mich die Woche ist. Ein Artikel mit meiner Übersichts-Wochenplanung, die sich seit Oktober bewährt hat hier. In der nächsten Woche kann ich meinen Fokus auf etwas anderes legen. So habe ich 52 Möglichkeiten!

Für jeden Tag setze ich auch drei Aufgaben, die ich unbedingt erledigen will, weil sie mich weiterbringen. Wenn ich im Homeoffice arbeite, dann visualisiere ich mir das mit den ‚Bällen‘, die du im Beitragsbild siehst,  von denen immer (nur) einer in mein Fokusfeld wandert.
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Was bedeutet das übertragen auf dein Übleben?

Setze den Rahmen fest, in dem sich dein Übleben abspielt: Den zeitlichen und den inhaltlichen Rahmen – vielleicht auch den örtlichen. Etwas, das beim Jonglieren eine Rolle spielt, ist auch bei vielen Instrumenten wichtig: Das Thema starke und schwache Hand. Die schwache Hand muss gezielt trainiert werden!

Welches sind die drei Bälle, die du dort gerade jonglierst?
Beispiele:

  • Drei verschiedene Stücke?
  • Technik, Interpretation, Improvisation?
  • Pedalübungen, Choralspiel, Literatur (für das Fach Orgel)?
  • Anschlagstechnik, Pedalgebrauch, Dynamik (am Klavier)?
  • Barock, Romantik, Moderne? Für Ausgewogenheit in den Epochen?
  • Zwei Stücke mit Schwerpunkt rechte Hand, eines mit Schwerpunkt linke Hand (am Klavier)?

Für eine Übeinheit kannst du diese drei auch festlegen – und teilst die Zeit dafür auch auf.
so arbeitest du gezielter, also effektiver – und effizienter 😊
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Mit mehr Bällen jonglieren???

Bei der Vierball-Jonglage ist es so, dass sich aber die Bälle dann nicht kreuzen!
Video Vierball-Jonglage
Ein Schwierigkeitsgrad kommt also dazu, dafür wir ein anderer herausgenommen!
Beim Üben auch: Schwierigkeitsgrad erhöhen = Übtempo drosseln!
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Den Rahmen verlassen

… können die Könner wie man hier gut sehen kann. Die sehen dabei entspannt aus,
auch wenn sie deine und meine Komfortzone gehörig verlassen haben.
Dazu nächste Woche mehr!
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TIPP: Wenn du den Rahmen für das neue Jahr 2019 für dich ganz persönlich festlegen möchtest, mach doch mit bei meiner kostenlosen Jahresplanungs-Challenge zwischen den Jahren. Dort wollen wir sicherstellen, dass das Musikmachen, das Üben in deinem Jahr wirklich so vorkommt, wie DU dir das wünscht! Hier bekommst du mehr Informationen und kannst dich kostenfrei eintragen. Natürlich sind die Mails auch am Jahresanfang hilfreich und darüber hinaus. Ich freue mich, wenn du dabei sein magst!

So, nun hab wundervolle Weihnachten – mit viel Musik!
Das wünscht dir Birgit