Orgelspielende, die in der Kirche üben, wissen es:
Vorbereitung erspart so viel in-der-kalten-Kirche-sitzen-müssen!
Aber auch für alle anderen, die üben, ist das sinnvoll!

Sicher kannst du auch einfach so mal üben, ohne großes Vorbereitung und ohne Plan!
Das kann dich wieder fürs Spielen anfeuern, dir Spaß machen, dass du wieder übst.
Es taugt auch als Standortbestimmung, wie der Übstand dieses Stückes ist, wenn man es einmal ganz durchspielt, komme was wolle! Aber als alleinige Strategie wird dich das nicht weiterbringen.

Werkzeuge rund ums Üben
Werkzeug ist hier praktisch gemeint: Dinge, die du brauchst: Schreibzeug, Noten, eine Uhr….
Was noch? Auch die Umgebung spielt eine Rolle: Licht, Luft, vielleicht zieht es, dir ist zu kalt oder zu warm…. Was lässt sich besser vorbereiten?

Wie hast du deine Übspeisekarte zusammengestellt?
Oder anders gesagt: Welche Stücke stehen auf der Liste für diese Übzeit?
Gibt es Vorspeisen, Hauptspeisen, ein Dessert?
Viele Speisekarten enthalten zu viel Nachspeisen, gleich leichte Stücke. Die Hauptspeisen, gleich anspruchsvolle Stücke, bekommen nicht genügend Beachtung. Vielleicht ist die Speisekarte auch zu voll? Nicht immer ist Zeit für ein Acht-Gänge-Menü! Ein abwechslungsreiches Menü ist geradezu gesund: Verschiedene Inhalte halten wach, schulen das Umstellen und halten gesund: Einseitige Belastung führt zu körperlicher Überlastung!

Struktur der Übzeit
Hast du einen unterschwellig wiederkehrenden Ablauf deiner Übzeit? Mach dir doch vorbereitend dazu einmal Gedanken. Die beste Übzeit am Beginn über Gebühr mit Tonleiter-Spiel oder technischen Übungen zu ver(sch)wenden, ist wenig sinnvoll. Gegen Ende die Hauptaufgabe vorzunehmen auch nicht. Womit hast du gute Erfahrungen gemacht?

Last but not least, gerade bei großen und langfristigen Übaufgaben:
Analyse des Stücks
in Bezug auf Üb-Abschnitte, Formen, wo sind die schwierigen Stellen?
Welche Übstrategie soll Anwendung finden? Was kannst du vorm eigentlichen Üben tun?
Vielleicht Fingersätze überlegen? Wendestellen klären und vorbereiten. Wichtiges (sparsam!) markieren!

Und nicht vergessen: Was sollte mal wiederholt werden!?
Repertoire-Pflege will auch getan sein.

Willst du dich über diese Fragen austauschen, dann komm doch in unsere kostenlose Facebook-Gruppe!
Ich bin gespannt, welche Erkenntnisse dir diese Woche bringt!

Birgit aus Hannover