Dem Dezemberstress begegnen:
Ab in die Resilienz-Hängematte, bildlich gesprochen.
Also: Mach mal Pause!

„Aber Birgit, das geht doch nicht! Wenn du wüsstest, was ich noch alles machen/üben muss!?“

Du wirst noch länger dazu brauchen, wenn du keine Pause machst.

Gerade geistig fordernde Tätigkeiten wie das Üben, schreien geradezu nach Pausen!
Wählst du die Pause aber zum Anlass falsch, ist der Flow unterbrochen.
Vielleicht kommt daher das schlechte Image der Pausen?

Ich erinnere uns zunächst daran, welche Pausen es gibt, und gehe danach auf das zugrunde liegende Thema ein:

Kleinste Pausen
sind z.B. dich zwischen zwei Stücken kurz recken, neue Noten nehmen, weiterüben.

Pomodoro
Bei Pomodoro wird nach 25 Min. eine 5-minütige Pause eingeschoben.
auch in meinem Plan einer Idealen Übstunde ist das so. Wenn du gerade im Flow bist, magst du den Zeitraum vielleicht verlängern auf 45 oder 60 Min. Danach ist dann aber die auch bei Pomodoro vorgesehenen längere Pause von 30 Min. fällig. Erklärung von Pomodoro

Wochenende
ist für uns Musizierende gerade im Advent ein frommer Wunsch. Vielleicht kannst du dir einen (halben) Tag unter der Woche freinehmen? Frei hieße dann auch: Du tust ganz andere Dinge als sonst. Wie könnte das für dich aussehen?

Auszeiten
Man kann stressige Wochen mit dem Blick auf noch kommende schöne Ereignisse, Urlaub oder andere Auszeiten durchhalten.

Als Faustregel gilt: Je länger die Zeit der Belastung, umso länger die Erholungszeit.

„Birgit, wovon träumst du denn? Ich habe 21 Tage Urlaub!“
Du wirst dennoch Zeiten finden, wenn du danach suchst, da bin ich mir sicher!

Ein super Artikel zum Thema Pause ist von Claudia Kauscheder:

So machst du deine Pause zum Effizienz-Booster

Das zugrundeliegende Thema ist ein anderes:

Machen und loslassen

Einmal mehr zwei Pole, zwischen denen wir uns bewegen.
Das eine geht ohne das andere nicht!

Und gerade für sogenannte Macher, zu denen auch ich mich zähle, ist das Loslassen so wichtig. Mein Bestes geben, das zu diesem Zeitpunkt nötig und möglich ist. Und es dann loslassen – wohl wissend, dass man über jedes Thema alles von einem kurzen Absatz bis hin zu einem Buch alles schreiben könnte.

Oft bin ich aber auch versucht, loszulassen, es nicht zu machen, entmutigt. Dann ist es wichtig, der eigenen Verpflichtung treu zu bleiben – und zum Beispiel diesen Artikel zu schreiben.
Damit die Kette der wöchentlichen Artikel nicht unterbrochen wird. 😉

Das eigene Gespür für das, was jetzt ‚dran‘ ist, zu verbessern, ist eine wichtige Aufgabe.

Dass dir das auch in dieser Woche gut gelingt wünscht
Birgit